3 Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen auf das nächste Jahrzehnt vorbereiten

3 Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen auf das nächste Jahrzehnt vorbereiten

Wer sein Unternehmen zukunftsfähig machen möchte, ist nicht auf die neuste Technologie angewiesen

Technologie entwickelt sich rasanter und wird von Verbrauchern schneller angenommen als je zuvor in der Menschheitsgeschichte. Es hat 10.000 Jahre gebraucht, um vom Schreiben mit der Hand zur Druckpresse zu kommen. Um von der Druckpresse zur E-Mail zu gelangen, hat es allerdings nur 500 Jahre gedauert. Genau diese exponentielle Entwicklung wird in den nächsten Jahren noch viel deutlicher zu spüren sein.

Viele Unternehmer stehen immer öfter vor der Herausforderung, das Geschäftsmodell an den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Digitalisierung macht da so manchen Unternehmen das Leben zur Hölle. Wie Airbnb oder Uber zeigen, kann ein schlagartiger Angriff eines Technologie-Konzerns schnell für disruptive Veränderungen in der ganzen Branche sorgen.

Um in dieser schnelllebigen Geschäftswelt den Anschluss nicht zu verlieren, müssen Unternehmer notwendige Schritte gehen, die Ihr Business auf die nächste Stufe bringen. Doch es muss nicht gezwungenermaßen eine komplexe digitale Infrastruktur errichtet oder die neuste Technologie verwendet werden. Einige simple Ansätze können oft der Anfang einer großen Veränderung in Ihrem Unternehmen sein.

#1 Eine Fehlerkultur im Unternehmen etablieren

Perfektionismus ist vermutlich der größte Feind der Innovationsfähigkeit Deutschlands. Viele alteingesessene Unternehmen lieben es, Gründlichkeit und Korrektheit vor die Umsetzung zu stellen. Ganz nach dem Motto: „Lieber gut planen und spät verwirklichen als Fehler zu machen“.

Natürlich ist es von Vorteil, ein Produkt ohne Mängel auf den Markt zu bringen. Das Problem ist aber, dass damit keine Innovation zustande kommen kann. Ohne Risikobereitschaft und Fehler geht Schöpfungskraft und Fortschritt verloren.

Gerade größere Unternehmen sollten sich etwas bei jungen Startups abschauen. Insbesondere die Fehlerkultur und das frühe Testen von Produktideen sind exemplarisch für viele Innovationserfolge.

Bei Lean-Startup beispielsweise handelt es sich um eine Methode, welches dem Unternehmen ermöglicht, kontinuierlich Anpassungen am Geschäftsmodell vorzunehmen, um schnell auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können. Dies ist vor Allem in der Gründungsphase notwendig, in der alle Prozesse so schlank und flexibel gehalten werden sollten wie möglich.

Lieber fehlerhaft beginnen als perfekt zu zögern!

Startup und Fehlerkultur

#2 Unternehmergeist fördern

Deutschland ist das Land der Angestellten. Trotz guter Infrastruktur, hoher Wirtschaftsleistung, und eines stabilen Rechtssystems haben es junge Gründer nicht sehr einfach, mit eigenen Ideen den Schritt ins Unternehmertum zu wagen. Viele Menschen entscheiden sich daher für ein Leben im Angestelltenverhältnis, obwohl sie sich in einer anderen Rolle oftmals viel besser entfalten könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass man seinen Mitarbeitern verwehren muss, ihren tief verborgenen Unternehmergeist auszuleben.

Unternehmer müssen Ihrem Personal nun ohnehin neue Wege aufzeigen und sie öfter in wichtige Entscheidung miteinbeziehen. Schließlich werden die Digitalisierung und die Globalisierung auch die Anforderungen für die Mitarbeiter verändern.

Zukünftig wird es noch essenzieller, dass Mitarbeiter der unteren Ebenen Verantwortung übernehmen, ihre Ideen mit einbringen und selbstorganisiert arbeiten anstatt nur delegierte Tagesaufgaben zu bewältigen. Die Rolle des einfachen Büroangestellten wird sich immer mehr zu der des Unternehmers wandeln. Wichtige Kompetenzen eines Unternehmers wie strategische Denkfähigkeit, Kreativität oder emotionale Intelligenz wird daher eine immer größere Rolle spielen. Die „einfache“ Arbeit wird zukünftig von Computern und automatisierten Systemen erledigt.

Hierarchien werden immer flacher, d.h. es wird immer seltener vorkommen, dass es lediglich einen Vorgesetzten gibt, der alleine bestimmt wo es langgeht. Die Dezentralisierung von Unternehmensprozessen wird einen neuen Stellenwert erreichen und dafür sorgen, dass jeder Mitarbeiter seinen Bereich noch selbstständiger leiten muss wie bisher.

Unternehmen müssen Unternehmergeist fördern

#3 Interesse und Neugier zeigen

71 % der Entscheider in der deutschen Wirtschaft sind „Digital Beginners“. Das sagt eine Menge darüber aus, wie skeptisch und vorsichtig viele Unternehmer gegenüber Fortschritt und Technologie sind. Oft halten sie zu lange an altbekannten Methoden fest oder glauben, dass nur in der Vergangenheit bewährte Modelle Erfolge aufweisen könnten. Die „alte Elite“ sieht die Digitalisierung oft leider eher als Bedrohung.

Digitalisierung im eigenen Unternehmen zu etablieren bedeutet aber nicht zwangsläufig, jede Veränderung mitzumachen oder jede technische Neuheit im Unternehmen einzusetzen.

Nicht jeder Trend ist relevant für das eigene Unternehmen. Viele der Neuerungen sind nicht sehr ausgereift und können dem Unternehmen vielleicht sogar eher schaden.

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, alle Facetten der Digitalisierung zu kennen und diese einschätzen zu können. Selbst wenn Produktneuheit X nicht sonderlich relevant erscheint, heißt das nicht, dass es keine Folgen für das eigene Unternehmen haben könnte.

Vielleicht wird die neue Technologie die Konkurrenz oder sogar die ganze Branche verändern. Vielleicht sorgt sie aber auch nur indirekt für eine Veränderung, an die man sich letztendlich doch anpassen sollte.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Business Future ist also ein bestehendes Interesse für die Zukunft. Es geht darum, die Sichtweise auf den Status Quo zu ändern und auf dem neusten Stand des weltweiten Geschehens zu sein.

Bleiben Sie wachsam, schauen Sie nach vorne und bereiten Ihr Unternehmen auf das nächste Jahrzehnt vor. Die ersten Schritte können Sie bereits heute umsetzen!

Studie der Friedrich-Naumann Stiftung (2017): Start-up Deutschland, https://shop.freiheit.org/download/P2@650/86651/A4_Startup_Web.pdf

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