Unterwegs auf der CES 2020

Unterwegs auf der CES 2020

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Die neusten Elektro-Trends für das Jahr 2020

Die alljährliche Technik-Messe hält auch dieses Jahr wieder einige tolle Neuheiten für uns bereit.

Die Consumer Electronics Show hat sich zu eine der größten Fachmessen für elektronische Konsumprodukte etabliert. Doch nicht nur Unterhaltungstechnik wird hier ausgestellt. Auf der „Global Stage of Innovation” ist mittlerweile fast alles zu sehen, was Strom verbraucht oder in irgendeiner Art und Weise mit Technik zu tun hat.

Seit 50 Jahren dient die CES als Testfeld für Innovation und bahnbrechende Technologien. Hier wurden bereits Erfolgsprodukte wie der Videorekorder, Nintendo Entertainment System oder der Plasmabildschirm vorgestellt.

Erstaunliche Highlights gab es in diesem Jahr einige zu bewundern. Wir beschränken uns hier allerdings auf unsere absoluten Favoriten der letzten Messe.

Hyundai und Uber kooperieren und bringen Ridesharing in die Luft

Flugtaxis des koreanischen Autobauers und des Tech-Riesen sollen bereits 2023 kommerzielle Flüge starten. Die elektrobetriebenen Flugzeuge werden laut Aussage nur fünf bis sieben Minuten benötigen, um voll aufgeladen zu werden. Sie können vertikal starten und landen und sind auf Entfernungen von bis zu hundert Kilometern ausgelegt.

Hier ein kleiner Einblick:

Elektro-Konzern Sony stellt ein Konzept für Elektro-Auto vor

Vision-S kam sehr unerwartet, denn das ist man nicht von Sony gewohnt! Geht Sony jetzt zukünftig unter die Autobauer? Bei einem Jahresumsatz von 78 Millionen US-Dollar ist es gar nicht so abwegig, dass Sony die Kapazitäten aufbringt, um in den Automobilmarkt einzudringen.

Konzernchef Kenichiro Yoshida hat bei der Präsentation allerdings so gut wie keine Informationen preisgegeben, die Näheres über technische Details, Veröffentlichung oder den Preis aussagen. Man hatte nicht das Gefühl, als sei eine Produkteinführung überhaupt geplant. 

Stattdessen lag der Fokus auf der Sensorentechnik und dessen Vorteile beim Autonomen Fahren. Vielleicht dient Vision-S nur zur Veranschaulichung, um der Automobilindustrie zu zeigen, wie fortschrittlich Sonys autonomen Sensoren sind?

Ob es sich nun um ein tatsächliches Produkt, um ein Konzept oder um ein Schaufenster handelt – Sony hat mit dieser Überraschung noch einmal gezeigt, dass sich viele große Automobilkonzerne seit einigen Jahren in Slow Motion bewegen und wenig Neuerungen entwickeln.

Übrigens: Der österreichische Fahrzeug-Auftragsfertiger Magna Steyr und die drei deutschen Zulieferer Bosch, Continental und ZF sind bei der Produktion von Vision-S beteiligt gewesen.

KI- Das Trendthema schlechthin

Für viel Trubel in den letzten Wochen hat vor allem Samsungs Tochterunternehmen Star Labs gesorgt. Das Projekt Neon wurde im Dezember letzten Jahres das erste Mal durch einen Teaser angekündigt. Was mit einem „künstlichen Menschen“ gemeint war, konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen. Neon war wohl die mit Abstand am Meisten gehypte Ankündigung für CES2020.

Am 07.01.2020 war es dann endlich soweit. Die Aufregung war groß. Letztendlich aber auch die Enttäuschung.

Anstatt künstliche Intelligenz der nächsten Stufe zu erleben, gab es „nur“ digitale Avatare zu sehen. Zugegeben, diese wirken auf den ersten Blick erstaunlich echt.

Der Hinweis „For demonstration purpose only. Not final product.” trägt jedoch nicht sonderlich dazu bei, dass man große Begeisterung für diese Avatare zeigen kann.

Wofür sie gut sein sollen, ist nicht jedem direkt ersichtlich geworden. Laut einer Pressemitteilung von Samsung sollen Neons beispielsweise den Kundenservice verbessern und in naher Zukunft auch als TV-Moderatoren, Sprecher, Schauspieler oder als digitaler Freund eingesetzt werden.

Toyota baut eine Stadt der Zukunft

Dieses Highlight gab es leider nicht als fertiges Produkt zu sehen, dafür aber als Videovorschau: Der japanische Autobauer wird eine eigene Stadt zum Testen von Zukunftstechniken bauen. Hierfür soll eine stillgelegte Fabrik in Japan umgebaut werden. Woven City hat eine Fläche von gut 70 Hektar, in der sogar Platz für 2000 Menschen sein wird. Roboter, autonome Fahrzeuge, Smart Home und künstliche Intelligenz sind Standardprogramm.

Hier ein kleiner Einblick:

5G Everywhere

Egal wohin man schaut, der Ausstellungsbereich war voll mit 5G-Geräten: Ultra-schnelle 5G-Gaming Router, 5G-Tablets und Laptops, 5G-Autos und natürlich 5G-Smartphones. Und das sind nur einige Beispiele.

Diese Produkte dürften wohl für den deutschen Markt noch eher uninteressant sein, da es hier noch keine 5G-Infrastruktur gibt.

Selbst 4G und normales Mobilfunknetz ist in vielen Gegenden Deutschlands (vor Allem in den ländlichen Regionen) rar. Es scheint, als würde es uns hier wie vielen Entwicklungsländern gehen, die bestimmte Technologiestufen überspringen und nun langsam mit der westlichen Welt gleichziehen – Leapfrogging Germany.

Erst letztes Jahr hat die Bundesregierung eine Versteigerung der 5G-Lizenzen veranlasst. Bis diese Infrastruktur steht, dauert es wohl noch einige Jahre. Bis dahin dürfte wohl schon die nächste Generation des Mobilfunks auf uns warten.

Viele sinnlose Gagdets, aber auch Produkte mit Potenzial

Man gewinnt dein Eindruck als gäbe es zu viele Produkte, die nur hergestellt werden, weil es technisch möglich ist, diese zu erbauen. Leider schaffen sie nicht unbedingt einen Mehrwert.

Viele Neuheiten, wie z.B. die toilettenpapierbringenden Charmin-Roboter, sind vielleicht ein gutes Produkt, um während der CES in die Schlagzeilen zu kommen. Aber sind sie auch wirklich alltagstauglich?

Allerdings gab es auch einige nützliche Erfindungen. Dazu zählt beispielsweise die smarte Sonnenblende von Bosch, die dem Fahrer bei der Autofahrt einen Sonnenschutz bietet, ohne die Sicht auf die Fahrbahn zu versperren.

Die Consumer Electronics Show hat ihrem Namen alle Ehre gemacht. Es bleibt spannend, welche Produkte tatsächlich auf den Markt kommen. Bei den Elektro-Autos von Sony, Flugtaxis von Hyundai und Uber oder Toyotas Zukunftsstadt müssen wir allerdings noch etwas länger warten.

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